Early Morning Tauchgang

EARLY MORNING

Ohne ENOS hätte es kein Frühstück gegeben
 
Zu unserem Early Morning Dive fuhr uns das Schlauchboot an die Nordseite des Riffs. Von dort wollten wir mit der Strömung zum Safarischiff zurückschwimmen. Wir waren zu Viert: der Guide, zwei Buddies und ich.
Im Briefing wurde die max. Tauchzeit von 60 Minuten festgelegt, wer vorher auftaucht, wird vom Zodiac eingesammelt.
 
Nachdem wir uns rückwärts ins Wasser rollen ließen, schwammen wir bis an die Spitze des Riffplateaus. Hier signalisierte einer der Tauchpartner starke Übelkeit, die auch nach einer Ruhephase leider nicht nachließ.
Um einer panischen Reaktion unter Wasser durch eventuelles Erbrechen vorzubeugen, entschied der Guide, mit dem Betroffenen den Tauchgang abzubrechen und aufzutauchen. Mein Buddy und ich sollten den Tauchgang wie geplant zu Ende führen. Also schwammen mein Buddy und ich weiter. Mittlerweile war die Strömung aber so geworden, dass wir uns entschlossen abzubrechen und zu den anderen beiden aufzutauchen.
 
Unmöglich zum Schiff zurück zu schwimmen: zu weit und zu starke Strömung. Deswegen aktivierten wir unsere ENOS-Sender und hielten sie hoch.
Am Anfang sah es so aus, als ob wir in Richtung Boot trieben. Dann aber knickte die Strömung ab und wir entfernten uns immer weiter vom Schiff. Gleichzeitig nahm der Wellengang zu. Anfänglich konnten wir das Safarischiff die ganze Zeit sehen, dann nur noch jede zweite bis dritte Welle und schließlich immer seltener.
Plötzlich tauchte völlig unvermittelt aus einem Wellental das Schlauchboot vor uns auf, mit dem anderen Dive-Guide, der an der Spitze stehend mehrfach die Worte "We have got them", ins Funkgerät rief.
Nach unserer Rückkehr auf dem Safarischiff erfuhren wir, dass ENOS nach unserer Aktivierung sofort angeschlagen hatte und die Crew unsere Rettung nach Ermittlung unserer Position umgehend eingeleitet hat. Es war allerdings nicht einfach uns zu sichten, weil wir 2 Kilometer weit weg waren, die hohen Wellen die Suche erschwerten und wir vom Boot aus gesehen direkt in der Sonne trieben.
Doch Dank ENOS wusste die Crew exakt wo wir sind und konnte uns holen.

Das war also unser "etwas anderer" Early-Morning-Dive!
Wie wäre unser restlicher Tauchurlaub wohl ohne ENOS verlaufen?

Wahrscheinlich wären wir nicht so schnell wieder wohlbehalten und trotz der Umstände relativ relaxt zurück an Bord gewesen! Wenn überhaupt ... Dank ENOS hatten wir aber während unserer "Treibzeit" nie das Gefühl, nicht gerettet zu werden. Und so konnten wir nach einem ausgedehnten Frühstück unsere Safari weiter genießen, mit vielen schönen Tauchgängen.
Persönlich würde ich es sehr begrüßen, wenn der Einsatz von ENOS auf Tauchschiffen zum Standard wird. Was mich und meine Tauchfreunde betrifft, werden wir bei der Buchung unserer nächsten Tauchsafari darauf achten, dass ENOS an Bord ist.
 
Rainer