Eigentlich gar nicht so schlimm ...

Dank ENOS wurde daraus kein dramatischer Unfall

Klare Sache: Ohne ENOS wäre das ein dramatischer Unfall geworden!

Auf unserer Tauchsafari hatten eines Tages zwei Taucher Ohrenprobleme.
Während ihrer vergeblichen Bemühungen den Druck auszugleichen, bemerkten sie nicht, wie sie von der Oberflächenströmung immer weiter abgetrieben wurden. So weit, dass sie es nicht mehr schafften, aus eigener Kraft zum Schiff zurück zu schwimmen.
 
Daraufhin schalteten sie ihren ENOS-Sender ein und wurden unverrichteter Dinge vom Schlauchbootfahrer geholt.
 
Kurze Zeit später befanden sie sich wieder auf dem Schiff, obwohl sie bereits einen Kilometer weit abgetrieben waren!
Wieder auf dem Safariboot angekommen, schlossen sich die beiden meiner Tauchpartnerin und mir an, da sie es noch einmal versuchen wollten. Diesmal hat es geklappt und wir haben alle vier einen wunderschönen Tauchgang durchgeführt.
 
Diese Situation empfanden wir alle eigentlich „als nix Wildes“ und auch nicht schlimm, weil alles so undramatisch ablief:
  1. der ENOS-Alarm ertönte auf dem Schiff
  2. die Crew war sofort alarmiert und suchte verschärft die Oberfläche ab
  3. der ENOS-Empfänger zeigte die Richtung und die Entfernung zu den treibenden Tauchern an
  4. und die Crew holte die abgetriebenen Taucher sofort zurück.
Das war’s. Die Rettungsaktion lief total entspannt und souverän ab und zu keinem Zeitpunkt machte die Crew einen hektischen oder überforderten Eindruck.
 
Dabei haben die beiden Taucher tatsächlich in höchster Lebensgefahr geschwebt – einen Kilometer weit draußen auf offener See!
Denn um unseren Tauchplatz herum befindet sich viele hundert Meilen nur Wasser. Keine weiteren Dive-Spots, keine Riffe, keine Inseln. Die Chance, von einem anderen Schiff zufällig gefunden zu werden, sind gleich Null.
 
Eine Suchfahrt wäre die Folge gewesen, die aber vermutlich erst dann eingesetzt hätte, wenn man die beiden vermisst hätte  –  also nach ca. einer Stunde, wenn alle anderen Taucher wieder zurück an Bord gewesen wären. D.h. also, dass die Suche frühestens erst eine Stunde später begonnen hätte  –  ob man sie dann noch gefunden hätte, ist sehr, sehr fraglich.
 
So aber waren die Zwei nur wenige Minuten später wieder wohlbehalten auf dem Schiff und dabei so relaxt, dass sie sogar noch tauchen gehen konnten.
Rückblickend kann ich nur sagen, dass meine Partnerin und ich zwar bewusst ein „ENOS-Schiff“ gebucht haben; dass wir aber jetzt, wo wir Zeuge wurden wie schnell und undramatisch ENOS Menschen aus lebensgefährlichen Situationen rettet, nur noch auf „ENOS on board“ achten werden.
 
 
Stefan