Ein "saugutes" Gefühl

ENOS-Schiff M/Y Longimanus im Roten Meer
Ein saugutes Gefühl
Die See war recht kabbelig und an der Oberfläche trüb, ganz im Gegensatz zu der Atmosphäre an Bord: Von Beginn an herrschte Hochstimmung auf der Safari, die durch die Vorfreude auf den kommenden Tauchgang nur noch getoppt wurde, lagen wir doch an einem der Hai-Lights des Roten Meeres vor Anker.
 
Später, im Wasser, änderte sich das schlagartig:
Während des Tauchgangs drehte die Strömung und trieb uns in eine andere Richtung als geplant – und als mit den Zodiac-Fahrern abgesprochen. Das versetzte uns aber nicht in Stress, weil wir allesamt erfahrene Taucher waren und die Gruppe auch zusammen blieb. Nach dem Auftauchen wird man uns schon finden, eine so große Gruppe von 12 Tauchern …
 
 
Dann wurde mit einem Mal die Strömung SO stark, wie selbst ich es noch nie erlebt habe, obwohl ich über 6 Jahre Erfahrung habe, als Guide auf Safari-Schiffen im Roten Meer. Ich gab den anderen das Zeichen "feste in die Flossen zu treten", um dicht ans Riff zu schwimmen, wobei wir uns aus den Augen verloren. Kurze Zeit später tauchten aber alle auf und wir trafen uns an der Wasseroberfläche wieder.
 
Doch die "M/Y Longimanus" und die Schlauchboote waren seeehr weit weg: über 1,5 km (wie wir später erfuhren)!
Zwischen den hohen Wellen konnten wir zwar immer wieder mal für einen kurzen Moment erkennen, dass die Zodiacs kreisten und uns suchten – aber in einer völlig anderen Richtung!
"Zusammen bleiben, Boje setzen, ENOS an", lauteten meine Anweisungen, denn es war klar, dass man uns nicht mehr sieht; trotz der großen Gruppe.
Dank ENOS wusste die Crew auf der "M/Y Longimanus" dann sehr schnell, wo wir trieben. Und nachdem die Zodiac-Fahrer die Info bekamen, holten sie uns natürlich sofort.
 
Wieder an Bord, war die Stimmung immer noch bombig!
Tauchern und Crew war völlig klar, dass das ohne ENOS sehr böse hätte enden können, denn die Strömung unter Wasser war nicht nur außergewöhnlich stark, sondern hat uns auch in eine sehr ungewöhnliche Richtung getrieben …
Die Suche wäre für alle Beteiligten der Horror gewesen!
Stattdessen aber waren alle wieder wohlbehalten an Bord, deswegen hatte jeder von uns ein "saugutes" Gefühl!
 
Mahmoud Abd el Hady, Inhaber der "M/Y Longimanus" fasst das sehr professionell zusammen:
"Da sieht man mal wieder, wie schnell selbst erfahrene Taucher in Gefahr geraten können, auch, wenn sie nichts falsch gemacht haben! Aber deswegen hat meine "Longi" ja auch ENOS – wovon jeder bei uns an Bord vollauf überzeugt ist!“
 
 
Mahmoud Abd el Hady
Mohamed Tolba, Dive Guide