MOBOS gegen den Rest von AIS

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MOBOS gegen den Rest von AIS

2015 wurde auf der Messe "boot" das MOBOS-System vorgestellt, das erste Mensch-über-Bord-System, das völlig unabhängig von anderen Technologien ist und auch keine Unterstützung durch die DGzRS / SAR benötigt.
Im Mai 2015 haben wir vom mtcc, maritimes trainings center celle, das MOBOS-System vor Helgoland auf "Herz und Nieren" getestet, bei einer Windgeschwindigkeit von 19 Knoten und einer 2,5 bis 3 Meter hohen Welle.
Es waren die perfekten Bedingungen für einen Gerätetest:
 
Wir warfen eine ganze Reihe von Rettungswesten incl.Personen-Dummy über Bord, von denen jede mit einem AIS-Notrufsender versehen war, bis auf eine, die mit dem MOBOS-Sender bestückt war.
Das Ergebnis hat uns beeindruckt:
  • Alle AIS-Sender waren über eine Distanz von (nur) 1,4 Seemeilen zu empfangen,
  • ein AIS-Sender reichte 1,7 Nautische Meilen weit.
  • Den MOBOS-Sender empfingen wir auch noch in 4,8 Seemeilen Entfernung und haben dabei zuverlässig mindestens 1 x / Minute das Notruf-Signal empfangen.
    Trotz der Bedingungen und der Distanz erhielten wir ein regelmäßiges Update.
 
Im Ernstfall hätten wir den Menschen über Bord sofort selber retten können, weil wir seine GPS-Position, Distanz und Kurs zu ihm auf dem Bildschirm des MOBOS-Empfängers angezeigt sahen.
Nicht nur die Sendeleistung des MOBOS-Senders hat uns überzeugt, sondern das gesamte Konzept!
Es ist ja bekannt, dass AIS mit einer Fehlalarmquote von über 90 % leidet, weswegen diese Technik nicht im internationalen SAR-Konzept geregelt ist. D. h. im Klartext, dass man nicht verbindlich von einer Rettung durch die SAR ausgehen kann.
 
Der Hersteller vom MOBOS-System, die deutsche Firma Seareq, Sicherheits- und Rettungsequipment, vertritt hier eine clevere Philosophie:
"HELP YOURSELF  —  weil das Boot, von dem die Person ins Wasser gefallen ist, immer das Naheliegendste ist".
Von hier aus kann die Rettung am schnellsten eingeleitet werden. Und alle Daten die Skipper für eine direkte Rettung benötigt, braucht er nur vom MOBOS-Empfänger abzulesen: Die Richtung als Peilung vom Schiff zur Person in Not und die Entfernung zu ihr.
 
Beeindruckt hat mich dabei auch, dass das MOBOS-System zwar neu ist, aber bereits langjährige weltweite Erfahrung hat:
Seareq hat 2004 ein Rettungssystem speziell für Sporttaucher auf den Markt gebracht, um Taucher an der Wasseroberfläche schneller zu orten, wenn die zu weit entfernt vom Schiff auftauchen oder von einer Strömung abgetrieben wurden. Seitdem musste kein Taucher wieder gesucht werden und alle waren binnen Minuten wieder wohlbehalten an Bord.
MOBOS bietet alle Informationen für eine schnelle und direkte Rettung, die der Skipper eigenverantwortlich durchführen kann. Der Notruf wird auf einer Funkfrequenz gesendet, die kein SRC oder eine andere Lizenz verlangt  –  und ist auch in Binnengewässern zugelassen! Das System muss nicht registriert werden und ruft keine Kosten hervor!
Kein Wunder, dass wir das MOBOS-System noch im Frühjahr 2015 in die Ausbildungs-Programme des mtcc und der AWN Skipper-Akademie mit aufgenommen haben.
Wir fahren das MOBOS-System selbst auf unserer auf unserer Regattayacht: "One Wave Ahead" (GBR 1000 X) die auf der Nordsee und auf dem Atlantik unterwegs ist.
 
Vom MOBOS-System bin ich absolut überzeugt, wenn es um sichere Personen-Rettung auf See geht.
Veit S. Hilger
Yachtmaster Ocean Instructor
 
 
 
Veit Hilger, mtcc